Wir werden alle sterben. das ist eine Tatsache. Ich muss ehrlich zugeben ich habe diesbezüglich ein Problem. Seit einigen Wochen wache ich jeden morgen mit der gleichen Gedankensequenz auf. Brächte man sie zu Papier sähe das ungefähr so aus:
“graaaaaaaaaahhhh schön die sonne scheint ( manchmal aber auch nicht,. Dann ist es entweder bewölkt oder es regnet, dennoch:) was für ein schöner Tag -…gut dass ich existiere oh schade das ich sterben muss“
Nun ist es mir aber bisher damit schlecht ergangen. Ich lebe nämlich immer noch. Mittlerweile beginne ich auch langsam zu zweifeln ob ich überhaupt sterben werde. Ich habe eine Theorie erdacht die besagt: “ Solang ich lebe bin ich nicht tot”
Was bedeutet solang ich nicht tot bin, besteht die Wahrscheinlichkeit das ich Unsterblich bin. Ihr versteht mein Dilemma? Unsterblichkeit ist die große Entwerterin der Existenz. Das Beste was mir also passieren könnte wäre mein baldiges Ende…und dann endlich das Leben genießen zu können.
Der Umzug vom Leben in den Tod könnte meinem Umzug aus Dresden Plauen in die Rothenburger Str. gleichen. Etwas ungewiss in Sachen Datum und davor würde ich das sitzen und meinen Besitz durchsortieren und abpacken und schließlich die Hälfte davon dem Müll anvertrauen.
Es ist nicht ganz so klar warum das so ist. Ist das so? Und warum lassen sich Emotionen nicht durch logische Schlüsse beleidigen sodass sie sich schmollend in Luft auflösen?
Aber das Leben steckt eben voller Gewissheiten die schlicht gesagt einfach Meister der Tarnung sind. Deshalb beginne ich meinen Tag, wie auch den heutigen,jetzt mit einem: “ Ahhh immer noch nicht tot. na was solls…auf gehts!”